Zur Erstellung von Raumpolygonen können verschiedene Methoden genutzt werden. In Abhängigkeit von der Struktur der zur Verfügung stehenden Zeichnung kann z.B. die Methode „innerer Punkt“ verwendet werden. Mit einem Rechtsklick auf den Eintrag „Raum“ im hylasFM-Baum stellt das Menü die Routinen zur Polygonerstellung bereit:



Mit der Eingabe eines „K“ gelangen Sie in die Konfiguration für diese Funktion. Mitunter ist es hilfreich, hier Werte einzugeben:


Ist die Methode gewählt, wird der Cursor zum Fadenkreuz. Klicken Sie in den Raum hinein. Das erkannte Polygon wird grün schraffiert:



Wird nur ein Teil des Raumes erkannt (z.B. aufgrund von Hilfslinien in der Zeichnung, die den Raum kreuzen), kann durch erneutes Klicken ein weiteres Polygon erzeugt und dem zu modellierenden Raum zugeordnet werden. Schließen Sie die Polygonauswahl mit ENTER ab. Mit einem erneuten Klick in das Raumpolygon bestimmen Sie die Position des Labels und das Raumattribut-Fenster öffnet sich.


  • Ein Raum-Polygon darf Inseln haben, muss aber zusammenhängen! (D.h. es darf nur einen Umring haben! s. Bild unten)


Prüfen Sie ggf. nach der Raumerstellung mittels der automatischen Polygonerzeugung, ob die entstandenen Inselflächen tatsächlich benötigt werden, um die Raumstruktur abzubilden. Erkannte Stützen im Raum sind gewünscht, Heizkörper dagegen in der Regel nicht. Mitunter werden auch Inseln um Kennzeichnungen und Bemaßungen in der Zeichnung gebildet. Sie können entweder diese unerwünschten Inselflächen bereits während der Raumerstellung durch Anklicken als weiteres Polygon auswählen, um sie dem Raumpolygon zuzuordnen oder nach erfolgter Raumdefinition im Baum löschen. Eine weitere Möglichkeit wäre die Deaktivierung des jeweiligen Layers, solange sich keine für die Raumerstellung notwendigen Elemente auf ihm befinden.



Wurde die Auswahl des/der Flächenpolygons/e zur Raumerstellung durch ENTER bestätigt und die Labelposition angegeben, öffnet sich das Attribut-Fenster:



Die Raumbezeichnung ist als erstes einzugeben. Sie kann auch mittels TEXT-Button der Zeichnung bzw. dem Raumstempel entnommen werden. Hierzu klicken Sie den grünen Button „Text“ und danach in der Zeichnung auf die betreffende Zeile des Raumstempels. Der erkannte Text wird dann als Bezeichnung übernommen.


An dieser Stelle ist zu beachten, dass die Raumbezeichnung mit der aus den Listen der Nachfrage-Daten übereinstimmen muss, so später eine Ist-Belegung gefunden werden soll.


Blättern Sie weiter im Erstellungsdialog.

In der nächsten Ansicht haben Sie die Möglichkeit, unabhängig von der automatisch ermittelten Fläche des erstellten Polygons eine „Gefühlte Größe“ des Raumes einzugeben. Blättern Sie weiter und die Null bleibt stehen, so wird der Wert der automatischen Flächenermittlung übernommen. Auch hier steht die automatische Texterkennung zur Verfügung. Eine abweichende Angabe ist immer dann sinnvoll, wenn dokumentiert werden soll, dass nicht der gesamte Raum in die Planung eingehen kann, beispielsweise aufgrund von festen Einbauten, einem ungünstigen Schnitt etc.



Im nächsten Fenster ist die Nutzungsart nach DIN 277 anzugeben:



Blättern Sie weiter und bestätigen Sie die Nutzbarkeit „automatisch“. So entscheidet die ausgewählte Nutzungsart des Raumes über seine Belegbarkeit. Hiermit werden nur Büroräume (NF2.1) und Großraumbüros (NF2.2) als belegbar gekennzeichnet.



Sollen Besprechungsräume oder Archive mit in die späteren Belegungsplanungen eingehen, so können sie bereits an dieser Stelle gezielt auf belegbar gesetzt werden. Erfahrungsgemäß ist es jedoch übersichtlicher, in den recotech-Stammdaten nur die Büroräume als belegbar zu markieren und Räume anderer Nutzungsarten, die in der Planung berücksichtigt werden sollen, erst in den recotech-Projekten auf „belegbar“ zu setzen.


Mit „OK“ bestätigen Sie Raumattribute und sehen das Ergebnis, den erstellten Raum:



Mitunter lässt der Zustand der Zeichnung eine automatische Erkennung des Polygons nicht zu.

Prüfen Sie in diesem Fall die Einstellungen der Toleranz in der Konfiguration oder probieren Sie andere Erkennungsmechanismen aus.

Wird kein Polygon erkannt oder ist keines vorhanden, müssen die einzelnen Räume nachgezeichnet werden. AutoCAD unterstützt Sie hierbei mit dem Objektfang und dem Ortho-Modus.

Mit ENTER wird der letztgesetzte Punkt des Polygons mit dem ersten Punkt immer automatisch verbunden.