Es existieren verschiedene Installationsszenarien für recotech. Hier werden einige Hauptmöglichkeiten aufgezeigt um u.a. die Rechte, Anforderungen und Nutzen gegenüber zu stellen.


1. Software-Architektur

Die recotech Software besteht aus aktuell zwei Komponenten bei der Installation. Zum einen ist dies der Client, welcher die Oberfläche und die Programmlogik enthält. Der andere Teil ist die Datenbank, welche auf einem MS-SQL ab 2005 (Express) Server lauffähig ist.

Die Installation der beiden Komponenten kann auf ein und demselben Rechner laufen mit diversen Einschränkungen oder auf zwei verschiedenen Rechnern, wodurch ein gemeinsamer Datenpool geschaffen wird.

2. Installationsvarianten

Die möglichen Varianten der Installationen teilen sich in drei Szenarien ein. Das erste Szenario ist die getrennte Installation der Komponenten auf verschiedenen Rechner (n Clients und Server). Die zweite Möglichkeit besteht in der Installation auf einem Rechner, wobei hier ein Client beide Komponenten erhält oder auf einem Server, wodurch die Benutzer mittels Terminal-Sitzung Zugriff haben (= dritte Szenario).

  • Szenario 1:   Client / Server Installation
  • Szenario 2:   Client Installation
  • Szenario 3:   Server Installation (TerminalServer)

In allen Varianten werden unterschiedliche Ressourcen hinsichtlich der Hardware und Software benötigt und auch das Rechtekonzept unterscheidet sich im Detail. Im Folgenden werden die Unterschiede näher erläutert.

2.1. Hardware-Ressourcen

Die aufgeführten Hardwareressourcen beschränken sich auf die Nutzung der recotech Software. Die Anforderungen der Microsoft Produkte (OS, SQL-Server) richten sich nach den Anforderungen lt. Microsoft.

2.1.1. Szenario 1

In dieser Variante wird die Hardwarelast auf min. zwei Rechner verteilt. Dabei wird auf jeder Client die Software gebracht. Der gemeinsame Datenpool befindet sich auf einem Server, wo ein Datenbankserver läuft.


Hierbei werden folgende min. Anforderungen für die Rechner gesetzt:

Ressource

Client

Server

Prozessor

1 Core / 2 Core

1 Core / 2 Core

Speicher

512 MB / 1 GB

2 GB / 4 GB

Festplatte

200 MB

min. 1 GB

(Abhängig    vom    Projektumfang

hinsichtlich DB-Größe

Die mögliche Anzahl von Benutzern beschränken sich auf den zur Verfügung stehenden Clients und dem Ausbau des Datenbankservers.

2.1.2. Szenario 2

In diesem Szenario wird der Datenbankserver und die Clientsoftware auf ein und dem selber Rechner installiert, wodurch die Hardwareanforderungen dementsprechend höher sind als im ersten Szenario. Der Vorteil dabei ist eine unabhängige Installation von einem Netzwerk bzw. einer dedizierten Installation.

Ressource

Client

Prozessor

1 Core / 2 Core

Speicher

2 GB / 4 GB

Festplatte

1 GB (Abhängig vom Projektumfang hinsichtlich DB-Größe

Die mögliche Anzahl von Benutzern beschränken sich auf den zur Verfügung stehenden Clients und dem Ausbau des Datenbankservers.

2.1.3. Szenario 3

Dieses Szenario ähnelt dem Zweiten, wird aber auf einem leistungsfähigeren Rechner (Server) ausgeführt. Dabei greifen die Nutzer auf eine Maschine über verschiedene Terminalsitzungen zu, womit dies die größte Hardwareanforderung darstellt. Die Hardwareanforderungen sind dabei abhängig von der Anzahl der gleichzeitigen Zugriffe der Benutzer. Gleichzeitig kann in diesem Szenario die Datenbank auf einen anderen Server verschoben werden, was die Last des Rechners minimiert.


Die Aufstellung ist aufgestellt mit ca. 5 gleichzeitigen Zugriffen und dem nicht vorhanden sein eines Datenbankserver auf demselben Rechner. Die Leistungsdaten des Datenbankserver orientieren sich an den Daten wie im Szenario 1 (Server).

Ressource

Client

Prozessor

2 Core / 4 Core

Speicher

4 GB / 8 GB

Festplatte

2 GB (Abhängig vom Projektumfang hinsichtlich DB-Größe

Als Faustregel kann man davon ausgehen pro Nutzer min ein CPU bzw. Kern und min 512 MB RAM zusätzlich zu dem was das OS benötigt.

2.2. Softwarekomponenten

Die Anforderungen an das Betriebssystem bzw. die benötigten MS Komponenten unterscheiden sich in allen drei Szenarien nicht, nur auf welcher Maschine diese vorhanden sein müssen ist relevant.

Die Komponenten für ein lauffähiges recotech sind:

  • OS: Microsoft Windows XP SP2 / Server 2003 oder höher
  • Komponente 1: .Net Framework 3.5 SP2
  • Komponente 2: MS SQL Server 2005 (Express) oder höher

Auf den jeweiligen Datenbankserver/Terminalserver wird eine Serverversion von Windows empfohlen, da diese Versionen mehr Ressourcen verwalten können. In sehr kleinen Umgebungen kann auch ein z.B. XP als Server fungieren.

Im Folgenden werden in den jeweiligen Installationsvarianten die benötigten Komponenten auf den jeweiligen Rechner gegenübergestellt.


Szenario 1

Szenario 2

Szenario 3


Client

Server

Client

Server

Client

Server

Komponente 1

X


X



X

Komponente 2


X

X



X

Komponente 3

X


X



X

2.3. Installationsaufwand/Wartungsaufwand

Ausgangspunkt dieses Kapitels ist eine frische Installation der Client Software sowie der Serverkomponenten. Die Betriebssysteme sollten sich auf dem aktuellen Patchstand befinden. Der Installationsaufwand beläuft sich bei einer Ein-Benutzer Installation in allen drei Szenarien gleich und unterscheidet sich erst bei einer Mehrbenutzerumgebung. Im Szenario 1 und 3 müssen die Serverkomponenten aus 2.2 auf dem Server installiert werden. Dies Erfolg unabhängig von der Anzahl der Benutzer und muss nur einmalig erfolgen. In einer Mehrbenutzerumgebung werden in Szenario 1 an jedem Client-Rechner die recotech Software installiert und eine Verbindung zum Datenbankserver hergestellt. Im dritten Szenario muss auf dem Terminalserver nur ein Terminal-Benutzer eingerichtet werden.


Im Szenario 2 müssen zusätzlich zu den Clientkomponenten die Serverkomponenten auf den Rechner gebracht werden. Damit ist bei n Benutzern der Aufwand dementsprechend n mal höher als bei den anderen beiden Varianten. Dies betrifft gleichermaßen den Wartungsaufwand, wobei zusätzlich noch das Problem des Datenabgleichs zwischen jeden einzelnen Datenbank hinzukommt.


In Szenario 1 muss bei Updates die Client-Software auf jedem Client aktualisiert werden und einmalig die Datenbank angehoben werden. In der Terminalumgebung wird ebenfalls die Datenbank einmalig angehoben und ebenfalls die Client-Software einmalig aktualisiert. Voraussetzung des minimalen Installations- und Wartungsaufwand auf dem Terminalserver ist die gemeinsame Nutzung der Client-Software und des Datenpools. Bei unterschiedlichen Benutzergruppen bzw. Datenpools müssen alle Datenbanken gewartet werden.


Die folgende Gegenüberstellung setzt einen gemeinsamen Datenpool voraus und stellt die Anzahl der Update-/Wartungsarbeiten dar.


Szenario 1

Szenario 2

Szenario 3

Datenbankwartung

1

n

1

Datenbanksynchronisation


n-1


Clientwartung

n

n

1


2.4. Zugriffsberechtigungen/Rechte

Bei der Installation muss der Installateur Administrationsrechte auf dem Rechner haben, sowie Datenbankadministrator (DB-Admin) sein, da sonst keine korrekte Installation erfolgen kann. Der Zugriff auf den Datenbankserver erfolgt über einen Datenbankbenutzer unabhängig von der Anzahl der Nutzer. Die Berechtigungen der Benutzer in der Software werden direkt im Produkt verwaltet und nicht explizit über den Datenbankserver. Der Datenbankbenutzer sollte kein DB-Admin sein, sondern lediglich db_datareader und db_datawriter. Dieser dient lediglich dazu, um den Zugriff auf die entsprechende Datenbank zu gewährleisten. Dies gilt für alle drei Szenarien.

In alle Szenarien muss der Benutzer berechtigt sein, die Software auszuführen, was als Benutzer/Hauptbenutzer geschehen kann. Des Weiteren muss der Benutzer Schreib- und Lesezugriffsrechte auf die Lizenzdatei von recotech haben. Diese Lizenzdatei kann auf den lokalen Rechner (Einzellizenzierung) oder im Netzwerk (Concurrent) abgelegt werden. Bei der Concurrent Installation besteht die Möglichkeit, weitere Nutzer zu berechtigen, die Software zu nutzen. Bei der Einplatzinstallation ist dies mit Aufwand verbunden, da die Lizenzdatei in das Netzwerk verlegt werden muss und neu, auf Basis einer Concurrent-Installation aktiviert werden. Weitere Zugriffsberechtigungen werden nicht benötigt.

Bei der Installation eines separaten Datenbankserver muss der Standard-Port (1433) in möglichen Firewalls freigegeben werden, damit die Client-Software auf den Datenpool zugreifen kann.

Von Vorteil kann die Einrichtung von Schreibzugriffen des Benutzers auf das Installationsverzeichnis der Software sein, wodurch er eigenständig Updates durchführen kann.

2.5. Zusammenfassung der Rechte

2.5.1. Server/Datenbankserver


Benutzer

Rechte

Installation


Administrator-Rolle / DB-Admin

Betrieb

Datenbankbenutzer-Rollen

db_datareader

db_datawriter

Windows-Authentifizierung



Zum Einrichten des/der Nutzer/s ist der ‚sa‘-Benutzer bzw. ein Benutzer mit Administrationsrechten auf dem DB-Server nötig.

2.5.2. Client


Rechte

Installation

Administrator-Rolle

Betrieb

Benutzer-Rolle

+ Schreibrechte in das Installationsverzeichnis von recotech

+ optional: Schreibrechte in das Benutzerprofil [Standard-Temp-Verzeichnis])


2.5.3. Lizenzierung


Rechte

Einzelplatzlizenz

Schreibrechten des Produktivnutzers auf die Lizenzdatei

Mehrbenutzerlizenz

Freigabepfad mit Schreibrechten der Produktivnutzer




3. Vorteile & Nachteile

In diesem Kapitel werden die relevanten Vor- und Nachteile der Einzelnen Installationsszenarien zusammengefasst bzw. gegenübergestellt und dienen als Anhaltspunkt zur Entscheidung der bestmöglichen Variante. Dabei wird von einer Mehrbenutzerumgebung von fünf Benutzern ausgegangen.



Szenario 1

Szenario 2

Szenario 3


Mehrbenutzerfähig

X


X


Installationsanzahl der Komponenten

1 x Server

5 x Server

1 x Server



5 x Client

5x Client

1 x Client


Wartungsaufwand

siehe Installationsanzahl


gemeinsamer Datenpool

X


X


Hardwareressourcen des Clients

Standardrechner

besserer Bürorechner

Thin-Client


Hardwareressourcen des Server

Standard-DB-Server


leistungsstarker Rechner


dedizierte Installation


X



Zugriff   von Standort/Rechner auf Datenpool

eingeschränkt (nur da, wo der Client installiert ist)

X


Ressourcenverteilung bei Berechnungen

X

X



Erweiterung





Benutzer

X


X


geringen Aufwand





Zentrale Datenbank

X


X








4. Lizenzierung der Software

Die Lizenzierung der Software erfolgt in allen drei Szenarien nach demselben Schema und unterscheidet sich im Aufwand, sowie Vorgehensweise nicht. Der Unterschied beläuft sich nur in einer Einplatz- bzw. Mehrplatzlizenzierung.

Bei der Einplatzlizenzierung muss der eine oder jeder Client einzeln lizenziert werden auf den jeweiligen Rechnern. In der Mehrplatzlizenzierung reicht die Lizenzierung der Software über einen Client aus, um den Zugriff aller anderen Clients zu ermöglichen Hierbei ist die Voraussetzung, dass alle Clients Lese und Schreibzugriffe auf die Lizenzdatei (Freigabeordner im Netzwerk) haben.

In der Folgenden Auflistung sind die möglichen Lizenzierungsmodelle anhand der Installationsszenarien dargestellt.



Szenario 1

Szenario 2

Szenario 3

Einplatzlizenz

X

X

X

Mehrplatzlizenz

X

---

X