Vertikale sind beliebige Mengen von Räumen eines Gebäudes. Jeder Raum, der von einem Geschossport verbunden ist, muss einer solchen Vertikale zugeordnet sein. Eine Vertikale hat einen Namen, den Verweis auf ihr Gebäude und zwei Entfernungsangaben, Durchgangslänge und Zutrittslänge.

Die Durchgangslänge gibt in Metern an, wie aufwändig es ist, durch diesen Raum von einem Geschossport zum andern zu gelangen, ihn also einmal zu durchqueren. Bei Treppen ist dieser Wert sinnvollerweise höher als bei Fahrstühlen.  

Die Zutrittslänge gibt an, wie aufwändig es ist, von einem Raumport zu einem Geschossport dieses Raumes zu gelangen. Also eine Schätzung in gelaufenen Flurmetern dafür, wie schnell der Fahrstuhl kommt.

Genau wie bei den Geschossports ist es unwahrscheinlich, dass in einem Fremdsystem etwas existiert, das den Vertikalen entspricht. Die Vertikalen müssen also wahrscheinlich im Programm manuell angelegt werden.


In recotech werden unter dem Menüpunkt Treppen/Aufzüge (Vertikalen) die vertikalen Entfernungen zwischen den Etagen festgelegt. Die Werte der Attribute "Zugang“ und "Durchgang“  dieses Datensatzes können angepasst werden und haben folgende Bedeutung:



Bei einer Treppe sollte der Durchgangspfad höchstens die doppelte Länge vom Zugangspfad betragen und dieser mindestens die halbe Größe vom Durchgangspfad haben, anderenfalls würde das Programm zwei aufeinander folgende Zugänge als Abkürzung für einen Durchgang erkennen, z.B. Zugang = 25, Durchgang = 50. Bei einem Aufzug dagegen ist die Wartezeit oft länger als die Fahrt, also beispielsweise Zugang = 25, Durchgang = 5.


Wenn die Vertikalen in den Planungen verändert werden sollen, so müssen die Pfade in den Stammdaten hoch angesetzt werden, da sich in den Berechnungen nur  eine Verringerung dieser Werte auswirkt. Dies ist folgendermaßen zu erklären: wird beispielsweise eine Belegungsplanung über mehrere Geschosse einer Haushälfte erstellt, sind vielleicht auf jeder Etage einige Räume, die durch Treppen oder Aufzüge verbunden sind, gar nicht im Projekt enthalten. Die beteiligten Räume wären dann unendlich weit voneinander entfernt. Ebenso ist es möglich, dass in den Projektdaten zwar die betreffenden Flure oder Aufzüge fehlen, aber ein sehr langer Umweg existiert, der die Räume miteinander verbindet; auch dies würde eine Belegungsplanung vorbei an den realen Gegebenheiten ergeben.

Aus diesem Grund sucht der Algorithmus immer auch in den Stammdaten nach möglichen Wegen und der kürzere wird stets genommen, ob er nun in der Variante  oder in den Stammdaten zu finden ist.

Eine Manipulation an den Attributen „Durchgang“ und „Zugang“ kann beispielsweise genutzt werden, um zu vermeiden, dass eine Platzierungsgruppe über zwei Geschosse platziert wird: ist der Weg zwischen den Geschossen länger als der gesamte Flur, wird erzwungen, dass der Platzbedarf der Platzierungsgruppe zuerst auf der aktuellen Etage gedeckt wird.



Attribute:

  • Name
  • Durchgang
  • Zugang
  • Räume

Tutorial: Anlegen/Ändern/Löschen der vertikalen Verbindungen